I made the switch (Compound Bogen)

Auch wenn der Slogan schon einige Jahre her ist – und dieses Jahr nach „Take the challenge“ verlangt wird, ich habe den Wechsel auf den Compound Bogen vollzogen.

Dank ein günstigen Preises bin ich nun stolzer Besitzer eines Elite Archery Impulse 34. Ein Foto gibt es hier schon einmal – ein genauerer Bericht wird die Tage noch folgen.

Dann soll es auch wieder weiter im Blog gehen können, mit Tests, Berichten und Artikeln rund um den schönen Bogensport.

Scheide für Victorinox Ranger Wood 55

Ich bin seit Mittwoch Eigentümer eines Victorinox Ranger Wood 55 – einem 130mm Folder mit großer Klinge (feststellbar) und großer Säge. Endlich kann man sich auch mal an dickere Äste oder Holzstücke wagen ohne dass man sich fragt ob man weitersägen soll oder das Stück Holz abbeissen soll.

Aus irgendeinem Grund bietet Victorinox für dieses Messer keine sinnvollen Messertaschen an. Üblicherweise hat Victorinox immer 3 Taschen verfügbar – eine billige Lederversion, eine teurere Nylonversion und eine sehr teure aber qualitativ hochwertige Ledertasche.

Nun möchte ich gerne am Wochenende damit rausgehen und ein Wasserrad bauen. Ich möchte das Messer nicht im Rucksack tragen wo ich nicht drankomme – kurzum eine anständige Tasche aus Leder musste her. Schnell das Leder herausgesucht, eine Idee entwickelt wie die Tasche aussehen kann und eine Schablone angefertigt. Nach ein paar weiteren Arbeitsgängen ist meine Ledertasche – als Ausführung Gürteltasche – fertig und sie gefällt mir richtig gut. Es gab von verschiedenen Seiten schon recht positives Feedback und nun überlege ich ob ich zwei – drei weitere Modelle davon anfertige und auf dawanda.de anbiete.

Was denkt ihr?

Werkstatt: Holzpfeile gegen Nässe und Dreck schützen

Ein neuer Bogen heißt – neue Pfeile! Nun gut, vielleicht nicht immer und auch nicht unmittelbar. Mit dem Kauf des Langbogens war ich ja nun verpflichtet standesgemäß mit Holzpfeilen zu schießen. Meine erste Bestellerfahrung war ein totaler Flop, der zweite Satz Schäfte wurde bei superschaft.de bestellt – die Schäfte sehen prima aus. Kaum Flammen, schöne Oberflächen und von den Gewichtswerten lagen die 20 Schäfte auch sehr dicht beisammen. Prima! Nun kann es ja losgehen – Pfeile versiegeln, befiedern und gleich auf den Parcour.

Stopp! Da fehlt was – wie schütze ich denn die Holzpfeile gegen Nässe oder Dreck? Ein Blick in die Betroffenenforen bringt da viele Antworten und noch mehr Fragen auf. Lackieren? Mit Acryl – auf Nitro- oder Wasserbasis? Ölen oder doch Wachsen?

Da ich mich der Materie erst gerade nähere sind die folgenden Hinweise mit Vorsicht zu genießen. So habe ich es gemacht – dies sind meine Erfahrungen. Du kannst andere Erfahrungen machen, schreibe dies einfach in den Kommentaren.

Das Problemumfeld

Holzschäfte sind alle verschieden, keiner ist wie der andere, dennoch haben sie alle ein gemeinsames Ziel – hoffentlich das des Bogenschützen. Egal ob die Pfeile nun das Ziel treffen oder Kontakt mit dem Backstop bekommen, sie stecken irgendwo drin und müssen da wieder heraus. Durch die entstehende Reibung – beim Eintritt in die Scheibe aber auch beim Herausziehen wird jede Oberfläche leiden. Lack wird verkratzen und eventuell abplatzen, Wachs wird den Dreck mitnehmen, der sich in der Scheibe befand – kurzum die Oberfläche eines Holzpfeils kann an sich nicht für die Ewigkeit gemacht werden.

Meine Behandlung

Ich habe meine Holzschäfte so wie ich sie von Superschaft bekommen habe mit 400er Schleifpapier angeschliffen. Sie bekommen damit eine schöne glatte Oberfläche, eventuelle Riefen oder kleinere Splitter werden damit verschwinden. Eine 320/360er Körnung wäre vermutlich das Optimum – leider jedoch gerade nicht greifbar. Nach dem gründlichen Entstauben der Schäfte reibe ich sie mit einem in Leinölfirnis – Lumberjack von Clou – getränkten Schwammtuch ab. Dazu habe ich mir das Leinölfirnis in eine kleine, besser zu handhabende Flasche gefüllt. Die Schäfte nehmen den Ölauftrag sehr schnell auf, ich habe nach wenigen Minuten eine weitere Schicht aufgetragen.

Nach zirka 20 Minuten nahm ich das überschüssige Öl mit einem Küchentuch aus Papier auf und stellte die Schäfte zum Trocken in eine große Vase – durchaus dekorativ.

Nach 24 Stunden habe ich die Schäfte erneut mit dem Firnis dünn eingerieben und die Schäfte anschließend 5 Tage lang trocknen lassen. Ein kurzer Anschliff mit 400er Papier und die dritte Ölung rundeten die Behandlung ab. Die Schäfte standen anschließen weitere 7 Tage zum Trocknen an einem schönen warmen Ort.

Vorsicht

Leinölfirnis ist an schwer endzündlich (der Flammpunkt liegt bei 250° C). Bei der Reaktion mit dem Luftsauerstoff erwärmt sich der getränkte Lappen, wenn dieser zusammengeknüllt irgendwo in der Ecke liegt, kann die Wärme nicht abgeführt werden und der Lappen kann beginnen zu brennen – dann brennt in der Folge das Öl mit und die Selbstenzündung ist perfekt. Verschiedene Feuerwehren haben das prima nachgestellt, hier mal ein Link (Feuerwehr Bächingen) dazu.

Damit es nicht soweit kommt, wasche ich meine Lappen mit Seife aus und lege sie anschließend ausgebreitet in eine große Tonvase – so kann man das auch auf dem Wohnungsbalkon realisieren.

Nach den rund 7 Tagen Trockungszeit sind die Schäfte schön glatt und können befiedert werden. Die Befiederung nehme ich mit dem Bearpaw Fletching Tape vor – dazu später mehr.

Wichtiger Grundsatz beim Holzpfeilbau scheint folgender zu sein:

Die Zeit ist ein wichtiger Faktor, du solltest genug davon haben.

Um diesem Dilemma zu entkommen, bestellte ich einfach nach dem ersten Satz Schäfte einfach einen weiteren Satz hinterher. Diese warten nun auf ihre Firnis Behandlung.

Update 23.02.2016

Beim letzten Schießen ging der eine oder andere Pfeil daneben und war anschließend mit Lehm beschmiert. Ich habe die Pfeile unter fließendem Wasser abgewaschen, das hat prima geklappt. Die Pfeile haben immer noch einen schönen seidigen Glanz – ich bin gespannt wie lange das hät

Gar nicht so leicht – Carbon Express Heritage 150

Mit dem Erwerb eines Langbogens, den ich eigentlich mit Holzpfeilen schießen möchte, musste ich mich das erste Mal mit diesem Thema auseinandersetzen: das Mindestpfeilgewicht.

Irgendwie kam ich mir ziemlich dämlich vor als ich den Langbogen kaufte und mir der Bogenbauer vorher noch sagte – Obacht, Mindestpfeilgewicht von 9 gpi (grains per inch). Oh, Glück gehabt dachte ich mir noch, da ich schon wußte, dass meine superleichten Carbon Pfeile des Recurve Bogens hier zu leicht waren.

Tendenziell bieten sich hier verschiedene Pfeile an, die gut geeignet sind ein Mindestpfeilgewicht locker zu erreichen.

Alle die genannten Schäfte glänzen mit hohen gpi Werten und bieten sich daher als Ausgangsbasis für Pfeile an. Ich habe mich in meinem Fall für die Carbon Express Heritage 150 entschieden.

Damit ist die Ausgangssituation klar, es ging also darum nicht nur einen stabilen Schaft zu finden, sondern auch noch einen schweren dazu. Mein Langbogen hat 39 Pfund bei 28 Zoll Auszug. Da ich rund 29.5 Zoll Auszug habe kommen zu den 39 Pfund noch ein paar dazu, eine aktuelle Messung steht dazu noch aus. Ich wollte also Pfeile haben, die mir auch ein gewisses Sicherheitspolster nach oben geben. Desweiteren wollte ich auch an das Gewicht von Holzpfeilen herankommen, da ich diese vornehmlich auf Turnieren schießen möchte.

Mit dem Carbon Express Heritage 150 komme ich nun auf insgesamt ~ 445 grain für den kompletten Pfeil ohne Federwicklung. bei 30 Zoll Schaftlänge, den Carbon Express Insert #2, den Nocken Launchpad .244. Das sollte genügend Luft nach oben geben.

Mit einem Preis von rund 8 Euro pro Schaft mit Insert und Nocke ist der CX Heritage nicht gerade ein Schnäppchen. Positiv fiel mir bereits bei der Recherche auf, dass viele der CX Pfeile untereinander kompatibel mit den Komponenten sind. Meine Predator 2040, die ich gerne auf dem Recurve schieße, verwenden die gleichen Inserts und die gleichen Nocken. Das spart Ersatzteile und Nerven.

Damit der Pfeil dann auch mein Pfeil wird habe ich mich zu einem Cresting in Form eines Aufklebers entschieden. Als Federn verwende ich Trueflight Feathers, 4 Zoll, weiß barred in Shield Form. In diesem Zusammenhang habe ich erstmal auch Fletching Tape von Bearpaw verwendet, weitere Informationen nach einem ersten Feldtest.

Die Inserts wurden mit UHU Endfest 300 eingeklebt, mit dieser Kombination hatte ich schon mit den Predator gute Erfahrungen gemacht. Ich hoffe dass sich das so 1:1 auf den Heritage übertragen lässt. Am Wochenende geht das erste Mal mit den Pfeilen und dem Langbogen aufs Feld, dann folgen mehr Bilder und mehr Details.